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Anmeldung Forums Fragen (Beginner) Rescue Mission gesucht für Bull-Put-Spread

  • Rescue Mission gesucht für Bull-Put-Spread

    Posted by Markus on 5. März 2022 um 19:45

    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine dumme Frage und ich suche eine Rescue Mission für mein Problem.

    Ich habe im Februar Bull-Put-Spreads auf den ODAX gekauft mit Strike 13300/13000 und Expiry 18.03.2022. Seit letzter Woche ist der Spread unter Wasser und der drohende Verlust ist nicht zu unterschätzen.

    Den Spread könnte ich jetzt auf den April Expiry rollen für 0. Welche Kosten entstehen mir, außer den Gebühren für den Broker. Der April Spread hat natürlich mehr Theta und würde einen hohen Buchungsverlust ausweisen.

    Stellt das Rollen in dieser Form ein Problem für Olafs 20k Grenze dar?

    Hat jemand ein ähnliches Problem schon einmal gemeistert und hat eventuell eine andere Rescue Idee?

    Markus beantwortet 2 Jahre, 1 Monat aktiv. 2 Mitglieder · 2 Antworten
  • 2 Antworten
  • Jan

    Mitglied
    6. März 2022 um 11:26

    Hallo Markus,
    das man bei Optionen viel mit Reparatur Mechanismen erreichen kann, führt offensichtlich zu einer Aura des mystischen…
    Zerlegen wir da Problem einmal.
    1) Spreads
    Eigentlich gibt es keine wirklichen Reparatur Mechanismen für Spreads. Hat man Aktien Spreads kann man diese in der Regel noch ohne debit rollen, solange man im Spread ist. Fällt man darunter, muss man oft den Spread erweitern wenn man unbedingt rollen will. Da dies den maximalen Verlust erhöht, sollte man dafür gute Gründe haben.
    Rollen mit dem selben Spread erkauft einem halt nur Zeit, selten mehr Prämie (da man ja erst rollt, wenn man in den Spread fällt).
    2) Future Optionen
    Der nächste fällige Future ist ja nicht kontinuierlich, womit man nicht immer zwangsläufig noch rollen kann, wenn man in den Spread fällt. Bei Dir ist dies momentan gegeben. Damit musst Du überlegen, ob dies für Dich Sinn macht
    3) Einschätzung zum ODAX
    Ähnlich wie bei Rescue Missionen im Wheel / short put Umfeld, benötigst Du eine klare Einschätzung der Situation. Es gibt hier kein mechanisches Vorgehen (wie z.B. bei der Handhabung von Short Strangles). Eine kleine Auswahl von möglichen Annahmen die Du treffen könntest.
    a) DAX erholt sich bis zur Fälligkeit. Dann würde man warten. Risiko ist weiterer Verfall, da Du dann nicht mehr für 0 rollen kannst. Eventuell musst Du dann den Verlust realiseren.
    b) DAX erholt sich erst später. Dann wäre rollen eine Option. Wie es ausgeht ist völlig offen. Fällt der DAX weiter bis in den April, wirst Du nicht weiter rollen können und bist bei a) nur einen Monat später.
    c) an jedem Endpunkt kannst Du natürlich entscheiden dass Du weiter rollst und den Spread ausweitest (maximalen Verlust vergrößerst), da Du so überzeugt bist, dass er steigen wird. Das sollte man nur machen, wenn der neue maximale Verlust zur Konto Größe passt.

    Am Ende hängt es halt von Deiner Einschätzung zum DAX ab

    Steuer:
    Wenn Du den Verlust jetzt realisierst, wir die Long Option ja im Plus sein – kommt also nicht in den Topf. Rollst Du – eröffnest Du ja einen steuerlich neuen Trade und hier hat der long put einen hohen Wert. Hast Du am Ende recht und der neue Spread verfällt wertlos oder Du kaufst Ihn billiger zurück, dann wird der long put definitiv einen Verlust erwirtschaften und in den Topf mit den 20.000 Euro kommen.

    Hoffe dies hilft Dir weiter.

    Gruß Jan

  • Markus

    Mitglied
    6. März 2022 um 12:30

    Das ist die Darstellung in der TWS vom Freitag Schluss. Dann kann man sowas im Privatkonto garnicht rollen, weil der Verlusttopf mit dem Roll-Trade schon voll sein wird.

    • Diese Antwort wurde von  Markus modifiziert 2 Jahre, 1 Monat aktiv..

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