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  • Trading GmbH – Fluch oder Segen

    Posted by Rene on 3. Juni 2022 um 20:50

    Die letzten Tage habe ich mich mal intensiver mit den Steuern und den Möglichkeiten einer GmbH für meine Geldanlage beschäftigt. Welche Gründe gab es für diese Überlegungen?

    1. Die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten.

    2. Eine Umgehung der Verlustbegrenzung.

    3. Die Anrechnung der auflaufenden Kosten (Portale, Kreditzinsen, Schulungen).

    4. Der Kontakt zu Dienstleistern, die einem unter Umständen das ganze Prozedere abnehmen.

    Ich bin ja grundsätzlich ein fauler Mensch und auf Verwaltungsarbeit habe ich nicht so viel Lust und deshalb sind die Komplettangebote von Ride oder HDB schon eine enorme Erleichterung. Ich bin ja lange Geschäftsführer eine GmbH gewesen und kenne den Aufwand für die ganze Abwicklung und Verwaltung. Ride stellt einen Rechner für eine gewisse überschlägliche Berechnung zur Verfügung und somit bekommt man ein Gefühl für den Sinn oder Unsinn einer Gründung (https://www.ride.capital/aktienrechner). Sie übernehmen auch die steuerliche Betreuung und bieten natürlich dann auch eine gute Erfahrung in der Verbuchung der leidigen IB-Konten.

    Bleibt natürlich die Frage nach den Nachteilen?

    1. Die Steuersätze auf Optionen und Dividenden sind sogar etwas höher als ohne Kapitalgesellschaft.

    2. Die Entnahme der Gewinne führt zu einer höheren Steuerbelastung, da ich dann die Gewinne in der GmbH mit zirka 30% versteuert habe, außer Gewinne aus Aktien, die nur 1,53% Steuerlast haben. Hinzu kommt dann bei der Entnahme der Gewinne noch mal die übliche Kapitalertragssteuer, Soli und eventuell Kirchensteuer.

    Nach meinen ersten Berechnungen lohnt es sich so ungefähr ab 100k Depotgröße, die aktiv gehandelt wird. Wobei reine Gewinne aus Aktienverkäufen die niedrigste Steuerlast haben. Ich habe es mal für mein aktiven Depotanteil durchgerechnet und komme bei 45% Erträge aus Optionen, 45 % Gewinne aus Trading und 10% Dividenden auf einen fünfstelligen Kostenvorteil gegenüber dem privaten Depot. Mein Vorteil ist natürlich, dass ich nur einen Bruchteil der Erträge aus der GmbH auszahlen würde. Ein Vorteil, der in der reinen Ansparphase eine noch höhere Ersparnis bringt.

    Wer hat diesen Schritt schon gewagt und welche Erfahrungen habt ihr gemacht. Ich freue mich auf eure Meinung dazu.

    Rene beantwortet 9 Monate, 2 Wochen aktiv. 10 Mitglieder · 30 Antworten
  • 30 Antworten
  • Rene

    Mitglied
    12. Juni 2022 um 11:42

    Moin,

    ich wollte mal einen kurzen Zwischenstand in der Entwicklung geben.

    Die letzten Tage waren geprägt von den Kosten und Ersparnissen in einer GmbH. Eine Entscheidung zur Gründung, wohl über Ride, ist gefallen, da die Kosten und der Aufwand eben sehr niedrig ist. Besonders der anschließende Buchungsservice mit der automatischen Verbuchung, ist ein enormer Kostenvorteil und funktioniert auch für bereits bestehende GmbHs.

    Für meine Planung gehe ich von einer Verlagerung von über 10.000,00 Euro an Kosten aus dem Privaten in die GmbH aus. Zusätzlich plane ich meinen Büroraum an die GmbH zu vermieten und könnte dann noch einmal fast 20.000,00 Euro über den Steuerfreibetrag an Geld aus die GmbH ziehen. Die Voraussetzung ist natürlich, dass die GmbH entsprechend monetarisiert ist. Hier wähle ich den Weg über eine gemeinsame GmbH mit meinen Kindern, was zu einem entsprechenden Tradingkapital führt. Hier ist aber Vorsicht geboten! Wir arbeiten aber schon zehn Jahre in meiner ehemaligen Firma zusammen und diese haben sie vor drei Jahren übernommen. Jetzt bin ich bei ihnen als Teilzeitrentner angestellt und insofern sind wir schon sturmerprobt.

    Was kostet der ganze Spaß? Die Gründung kostet über Ride 2.735,81 € und einige Kosten wie Beratung (Steuerberater/Anwalt) und Gewerbeanmeldung, etc. kommen dazu. Somit liegt man wahrscheinlich nachher eher bei 3.500,00 – 4.000,00 €. Hinzu kommen natürlich die jährlichen Kosten, die wohl zwischen 3.000,00 – 3.500,00 € betragen. Eine genaue Aufstellung der erwarteten Beträge und Kosten für die nächsten Jahre werde noch ausarbeiten, aber überschläglich sind es mindestens 10.000,00 € im ersten Jahr und in dem Folgejahr 15.000,00 €. Für uns ist es aber auch erst der Anfang, da wir, bei entsprechendem Erfolg, die GmbH sicherlich noch mit weiterem Kapital ausstatten und natürlich die Gewinne zum großen Teil auch stehen bleiben.

    Eines ist aber auch bei einer Gründung über Ride sehr wichtig! Die weitreichende Entscheidung über die Gründung einer GmbH sollte immer nach ausreichender eigener Recherche und intensiven Austausch mit dem Steuerberater/Anwalt getätigt werden. Danach können wir aber unserem Sparbuch Olaf ein Schnippchen schlagen und die Steuerlast erheblich mindern.

    Gruß René

    • Claus

      Mitglied
      12. Juni 2022 um 14:26

      Hallo René,

      mit der Vermietung des Büros an die GmbH klappt das Konstrukt aber nur wenn Du selbst auch zur Miete wohnst. Bei eigener Immobilie kommt man ansonsten schnell in den Umstand der “Betriebsaufspaltung”. Die ist super nachteilig….

      Gruß

      Claus

      • Rene

        Mitglied
        14. Juni 2022 um 13:44

        Hallo Claus,

        danke für den Hinweis, es ist ein Thema für den Stb. Ich bin aber nur zu 50% Eigentümer der Immobilie und auch die GmbH wird nur zu 50% von mir gehalten, den Rest haben die Kinder. Mal schauen wie es in der Konstellation aussieht.

        LG René

      • Werner

        Mitglied
        2. Juli 2022 um 16:39

        Von einem Steuerberater habe ich gehört, dass die Betriebsaufspaltung auch bei privat gemieteten Räumen passieren kann. Am besten ist es die GmbH mietet direkt fremd.

        • Diese Antwort wurde von  Werner modifiziert 1 Jahr, 8 Monate aktiv..
        • Rene

          Mitglied
          3. Juli 2022 um 13:14

          Hallo Werner,

          ist ein Thema für den Steuerberater, wobei ich es nicht so kritisch sehe.

          Die GmbH wird von meinen Söhnen und mir gehalten und die Immobilie von meiner Frau und mir. Die Überschneidung ist somit gering und sollte wohl ohne Beanstandung beim FA durchgehen. Für mich war es eben ein weiterer Punkt, wie ich einen nicht genutzten Freibetrag (Vermietung) für den steuerfreien Zufluss an Geld nutzen könnte 🙂. Sollte es nicht gehen, dann stocke ich halt mein Gehalt als GF auf.

          Gruß René

  • Rene

    Mitglied
    2. Juli 2022 um 15:23

    Hallo,

    ich wollte mal ein kurzes Update zum Projekt Trading-GmbH geben.

    Die Gründung wird wohl über Ride erfolgen und ich habe Mitte des Monats einen ersten Termin mit einem Steuerberater (Kooperationspartner von Ride). Die Liste der angeschlossenen Steuerberater kann auch für andere IB-Kunden interessant sein, da sie auf jeden Fall eine gewisse Affinität zum Trading haben https://www.ride.capital/unsere-partner-steuerberater?hsLang=de.

    Für die Gründung habe ich mal eine Vorausschau der nächsten vier Jahre und drei Monate erstellt und komme nach Kosten auf eine mittlere Eigenkapitalrendite von 46 % und Gesamtkapitalrendite von 12,5 %. Man muss dazu wissen, dass die Kapitalisierung der GmbH nicht durch eine Kapitaleinlage erfolgt, sondern der größte Teil über verzinsliche Rahmendarlehen vom den Gesellschaftern erbracht wird. Zu der Gesamtkapitalrendite kommen noch die steigenden Zinszahlungen an die Gesellschafter, wobei ich von 2,5 % steigend bis 2026 auf 4,5 % ausgehe. Der Zinssatz wird mit einem Aufschlag an den Euribor gekoppelt. Daneben erhalte ich als Geschäftsführer noch ein Gehalt, da nur so Geld ohne überhöhte Versteuerung abfließen kann. Das deutsche Steuerrecht geht ja von einer Versteuerung der GmbH-Gewinne in der Kapitalgesellschaft von zirka 29 % aus und hinzukommen bei Ausschüttungen noch die Kapitalertragssteuer und Soli von gut 26 %. Dieser Satz liegt ja deutlich über dem persönlichen Spitzensteuersatz.

    Wo liegen die Vorteile der GmbH? In der Aufbauphase natürlich besonders bei den Gewinnen aus Trading, die zu 95 % von der Besteuerung freigestellt sind und somit zahlt man nur gut 1,5 % Steuer auf diese Gewinne. Hinzu kommen natürlich alle Kosten, die man für Informationsdienste, Soll-Zinsen, Gebühren, Fortbildung und Raumkosten absetzen kann. Das führt dazu, dass ich von einer Verdoppelung des eingesetzten Kapitals bis 2025 ausgehe und nach gut einem weiteren Jahr hätte es sich schon verdreifacht. Klar gibt es keine Garantie für den Erfolg, da es natürlich auch von den Marktentwicklungen abhängt. Aber auch in den letzten Monaten habe ich hochprofitabel gehandelt und denke es auch auf die Zukunft übertragen zu können. Die anvisierten Renditen p.a. für das Trading liegen bei 25 %, für die Stillhaltergeschäfte bei 30 % und bei Spreads bei 20 %. Das Kapital soll maximal mit 40% Marginnutzung gehebelt werden.

    Was meint ihr? Sind das realistische Annahmen?

    Gruß René

  • Tom

    Mitglied
    5. Juli 2022 um 15:01

    Mir kommen die Erwartungen ziemlich hoch vor. Wieviele Jahre handelst Du denn schon konstant Deine Strategien durch? Wenn du erst ein paar Jahre dabei bist und mit verschiedenen Strategien und Regelwerken experimentiert wäre ich erstmal vorsichtiger.

    • Rene

      Mitglied
      6. Juli 2022 um 17:59

      Hallo Tom,

      ich handel die Stillhalter-Strategien schon 3 Jahre und habe sie in dieser Zeit natürlich schon etwas angepasst. Der Markt ist halt nicht der Gleiche 😳. Die Spreads sind für mich ein neues Feld, ich würde sie aber in einem anderen Marktumfeld auch nicht nutzen. Mein Ziel mag ambitioniert sein, aber ich beschäftige mich auch intensiv mit der Börse. Auf der anderen Seite sollten Ziele auch groß sein, da man sonst nicht zu voller Leistung herausgefordert wird. Für den Break-even benötige ich nur Eindrittel der Rendite.

      Vielen Dank für deine Einschätzung, denn nichts ist schlimmer, als wenn man sich nur im eigenen Saft dreht 🙂.

      Gruß René

      • Tom

        Mitglied
        10. Juli 2022 um 18:13

        Hallo Rene,

        ich kenne diese Weisheit: “Auf der anderen Seite sollten Ziele auch groß sein, da man sonst nicht zu voller Leistung herausgefordert wird”. Aber jede Weisheit gilt nur im entsprechenden Kontext.

        Nicht nur, dass zu große Ziele die Motivation auch schmälern können

        ich finde, dass in einem Kontext der Börse, in dem Rendite immer mit Risiko korrelliert ist, diese Weisheit nicht unbedingt sinnvoll ist.

        • Rene

          Mitglied
          10. Juli 2022 um 18:52

          Hallo Tom,

          ich bin echt gespannt wie ein Flitzebogen, da ich bisher in einem gemischten Depot meine Trades und Optionen gehandelt habe. Ich werde jetzt erstmals ein reines aktives Depot haben und das auch noch in einer beachtlichen Höhe. Es wird auch das erste Mal nicht nur mein Geld sein, sondern ich halte nur die Hälfte des Kapitals und meine beiden Söhne sind die anderen Gesellschafter. Der Vorteil ist, dass die Zusammenarbeit schon über Jahrzehnte in der operativen GmbH gelaufen ist, und zwar zuerst war ich ihr Chef und jetzt sind sie meine Chefs.

          Der Druck ist somit für mich nicht gering, aber auch nicht total unbekannt. Ich werde in der neuen Konstellation mein Handeln klaren Regeln unterwerfen und versuchen, die Spontanität zu meiden. Das Ziel ist eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals in 4 Jahren und das mögliche Verlustrisiko auf etwa 10 % der Depotsumme zu begrenzen. Letztlich bewegen wir uns aber an der Börse und niemand kann die Zukunft gesichert vorhersagen. Es ist aber auch für keinen von uns das All-In-Szenario und selbst ein Totalverlust würde uns keine schlaflosen Nächte bereiten.

          Es ist halt eine neue Aufgabe und ein weiterer Schritt zu meiner Vision von einer besseren Welt. Ich möchte soviel Geld verdienen, um in einigen Jahren eine Stiftung zur Förderung der Ausbildung von Kindern und jungen Erwachsenen aus “Problemfamilien” zu gründen. Ich glaube, dass wir alle das Zeug für großes in uns haben und sollte ich dieses Feuer bei einigen Kindern entzünden, dann habe ich meine Aufgabe hier auf Erden erfüllt.

          Gruß René

  • Rene

    Mitglied
    17. Juli 2022 um 13:33

    Nächster Schritt ist getan 🙂. Sowohl Ride als auch einen angeschlossenen Steuerberater hier vor Ort habe ich besucht. Die letzten Fragen sind ausgeräumt und somit könnte ich jetzt zur Gründung schreiten.

    Nun habe ich aber das nächste Problem, da mein zukünftiger Mitgesellschafter die zugesagten 300k nicht zeitnah einlegt und dann meine ganze Kostenberechnung nicht stimmt. Somit kann ich mir jetzt auch eine Gründung allein vorstellen, dafür muss ich aber eine neue Kostenberechnung aufstellen. Mal sehen ob ich da heute noch zu komme.

    Vielleicht noch einmal ein paar Worte zum Treffen mit dem Ride-Team in Berlin. Halt ein typisches Fintech und der Felix war schon sehr locker drauf. Ich habe ja sonst weniger Kontakt zu der Gründerszene und unser Handwerksbetrieb ist ja eher ein altbackenes Unternehmen. Sie haben ein sehr schönes Büro in Berlin und sind da schon mit 40 Mitarbeiter aktiv. Sie wollen halt mehr mit ihrer Leistung überzeugen und weniger die Gründungen aktiv in den Markt pressen. Selbst nach meinen Erstkontakt kamen keine Anrufe und nur ein paar Info-Mails. Auf dem Event in Berlin waren auch viele Kunden und Steuerberaterpartner. Ich konnte keine negativen Fakten aufschnappen und fühlte mich dort sehr wohl.

    Der Vorteil bei Ride ist sicherlich die Sammlung und Bereitstellung aller Informationen rund um die Gründung und auch spätere steuerliche Beratung und Verbuchung. Für die meisten Sachen gibt es klare Festpreise und die Preisstruktur ist offen im Netz publiziert. Somit habe ich halt ein gutes Gefühl für die Gründung über Ride, wobei einen kleinen Aufschlag für den Service sicherlich zahlt. Aber was ist die Alternative?

  • Rene

    Mitglied
    8. September 2022 um 21:03

    Hallo,

    heute mal ein neue Wasserstandsmeldung. Die GmbH-Gründung läuft jetzt über Ride zum Festpreis von 2.299,00 € netto. Wobei ich den Nettopreis nicht ganz verstehe, den kaum eine Trading-GmbH wird wohl Vorsteuern ziehen 🙁. Gut, ist halt so. https://www.ride.capital/preise

    Heute gab es hier vor Ort den Notartermin, damit Ride alles andere direkt in Berlin weiter durchführen kann. Insofern ist die Gründung sehr einfach. Der größte Vorteil ist aber die übersichtliche Kostenstruktur und die automatische Verbuchung der Trades bei dem Steuerberater zum Festpreis. In der GmbH ist ja jede Buchung einzeln zu erfassen und das kann bei wöchentlichen Optionen schon einiges an Buchungen bedeuten. Die pauschalen Verbuchungspreise beginnen bei 500,00 Euro bei einem Depotwert bis 25k und steigen dann je nach Gesamtwert der GmbH-Depots. Interessant, da der Hebel über Margin ja nicht vergütet werden muss.

    Ich freue mich auf jeden Fall auf baldige Trades mit einer Steuerquote von 1,58%. Hier ist die GmbH einfach unschlagbar. Hinzu kommt, dass die ganzen Kosten wie Zinsen, Abos, Telefon, etc. dann erstmal voll abgesetzt werden können. Hinzu kommt noch, dass ich mein Büro an die GmbH vermiete und die Mieteinnahmen bei mir innerhalb des Freibetrages sind. Somit zahle ich auf diese “Entnahme” keine Steuern. Für mich sind diese Vorteile allein eine Steuerminderung von weit über 5.000,00 Euro im Jahr. Das deckt locker alle Kosten der GmbH 🙂.

    Gruß René

  • Mark

    Mitglied
    1. Oktober 2022 um 14:24

    Auch ich finde das Thema sehr interessant. Vielen Dank dass du uns an deiner Gründung teilhaben lässt. Ich spiele auch schon eine ganze Weile mit dem Thema. Glaube allerdings es gibt nur ganz bestimmte Konstellation wo sich das tatsächlich lohnt. Halte uns gerne weiter auf dem Laufenden. Speziell was die wertpapierverbuchung, anfallende Kosten und so weiter angeht.

    • Rene

      Mitglied
      2. Oktober 2022 um 20:14

      Hallo Mark,

      damit hast du vollkommen recht und es macht sich sehr stark an der Anlagesumme fest.

      1. Aktien long oder aktiver Handel ab 100k Anlagebetrag

      2. Optionen besonders Spreads ab 50k

      Du kannst es bei Ride sehr schön mit den Rechnern dort austesten und natürlich bezieht es sich immer auf einen Anlagezeitraum von mindestens 10 Jahre.

      Die Wertpapierverbuchung sehe ich mit einem Konto bei IB als extrem Unproblematisch. Der Staffelpreis beginnt ja schon bei 100,00 Euro per anno und mit einem 100k Konto sind es dann 400,00 Euro. Die Steuerberater lesen die Daten komplett vom IB Konto aus ein und verarbeiten sie automatisch. Das läuft ja schon länger problemlos.

      Schwieriger sind wirklich die Kosten für die Gründung mit 2.299,00 Euro und für die laufenden Abschlüsse von 1.799,00 Euro zu erwirtschaften. Alle genannten Preise sind Netto und die gültige Mehrwertsteuer muss immer noch oben raufgerechnet werden.

      Ich rechne aber mit erheblichen Einsparungen durch die Verschiebung vieler Kosten in die GmbH. Ob es nun Abos, Zinsen für die Margin-Nutzung oder Schulungen sind. Alles wird voll als Kosten angerechnet und nicht mehr aus dem privaten versteuerten Einkommen bezahlt. Ich versuche auch mein Büro im gemeinschaftlichen Haus als Miete anzusetzen und diese Einnahmen könnte ich dann durch den privaten Freibetrag auf Mieterträge unversteuert vereinnahmen. Hinzu könnte ich dann mit dem Eintritt in die Rente mir ein sozialversicherungsfreies Gehalt zahlen und die Steuerlast sollte dann auch nicht mehr so hoch sein.

      Das alles sind Fakten, die mich zu diesem Entschluss gebracht haben. Das beste aber ist, dass es bei Ride eine klare und offene Festlegung der Preise gibt. Ohne die festen Kosten für Jahresabschluss und Wertpapierverbuchung hätte ich das Abenteuer nicht gestartet.

      Gruß René

  • Rene

    Mitglied
    2. November 2022 um 18:48

    Die Mühlen der Behörden mahlen extrem langsam. Nach über 30 Tagen immer noch keinen Meldung über den Handelsregistereintrag und vom Finanzamt keine Steuernummer :-(. Somit geht es natürlich auch mit allen anderen Sachen nicht weiter.

    • Andreas

      Mitglied
      9. Dezember 2022 um 20:24

      Hallo Rene, wieder 5 Wochen vergangen.
      Sind die Mühlen der Bürokratie zwischenzeitlich stehengeblieben?

    • Reiner

      Mitglied
      14. Dezember 2022 um 17:58

      Hallo René,
      Ich bin fassungslos, dass die deutsche Bürokratie wirklich sooooo langsam ist.
      Schnell sind sie jedoch im Rechnungen schreiben und beim Vorauszahlungen forden.
      Bei meiner GmbH Gründung hier in der Schweiz hat sich der Amtschef bei mir entschuldigt, dass es leider vier Tage dauern würde, weil in seinem Kanton ein Feiertag dazwischen lag.
      Normalerweise geht das in maximal drei Tagen.
      Okay – der Notar hat relativ lange gebraucht (Eine Woche)
      Vielen Dank für Deine Informationen. Sehr aufschlussreich, weil ich des öfteren nach Aufwand und Sinnhaftigkeit einer GmbH in Deutschland gefragt werde.
      Ganz übel wird es, wenn Du den Wunsch verspürst, das gelobte Land der Dichter und Denker zu verlassen. Wenn Du wirklich zeitnah raus willst, bleibt Dir im Prinzip nur der Weg über den Konkurs.
      Eine reguläre Auflösung einer GmbH geht über viele Jahre und Du zahlst Dich dumm und dusselig an Gebühren und Kosten für RA und Steuerberater- Ich schwöre Dir, das ist der Gipfel des Irrsinns.
      Ich war lange Geschäftsführer eines Betriebes mit 25 Mitarbeitern. Mit einem Bein stand man immer im Knast. Ich bin gottenfroh, dass ich das Land verlassen habe.
      Und all diese Blutsauger wie Handwerkskammer, Handelskammer, Berufsgenossenschaft und so weiter ..
      Ich bewundere Deine Standhaftigkeit und Nervenstärke.

      Liebe Grüsse
      Reiner

      • Rene

        Mitglied
        14. Dezember 2022 um 19:49

        Hallo Reiner,
        so schlimm finde ich es unter normalen Umständen hier nicht. Ich habe in meinen Leben einen gewissen Reichtum und Absicherung erreicht. Meine Jungs sind alle drei mit noch besseren Bedingungen gestartet und die zwei Großen haben schon fast die finanzielle Freiheit erreicht. Gut, ohne Arbeit geht es nicht, aber mit Einsatz und Geduld kommt man auch in D ganz gut zurecht. Schön ist es aber, dass wir alle so viele Wege und Möglichkeiten haben. Jeder findet das für sich richtige.
        Liebe Grüße in die Schweiz
        René

  • Marc

    Mitglied
    9. Dezember 2022 um 22:14

    Hallo René,

    danke für den spannenden Einblick in deine Entscheidungsfindung und den Weg zur GmbH.

    Liebe Grüße, Marc

    • Rene

      Mitglied
      11. Dezember 2022 um 14:01

      Hallo, ich musste nun noch einen weiteren Notartermin machen, da die Frist zwischen dem Gesellschafterbeschluss und der Beantragung irgendwie nicht passte. Nun gibt es den zweiten Versuch beim Amtsgericht und hoffentlich finden sie nicht schon wieder ein Haar in der Suppe ;-). Gruß René

      • Marc

        Mitglied
        12. Dezember 2022 um 13:31

        🤣

        Das fängt ja schon gut an! Ich hoffe es wird besser.

        • Rene

          Mitglied
          12. Dezember 2022 um 18:47

          Das hoffe ich auch, wobei das wirklich nichts von Ride beeinflussbares ist. Ein Trauerspiel ist, dass das Amtsgericht für die Mitteilung 6 Wochen brauchte. Eine normale Eintragung für meinen Sohn hat aber nur 2 Wochen gedauert :-(.

  • Rene

    Mitglied
    14. Dezember 2022 um 14:44

    Hallo,

    was lange währt, wird hoffentlich gut! Meine GmbH ist nun im Handelsregister eingetragen und ich kann alle weiteren Schritte vornehmen. Der Service von Ride umfasst ja die Beantragung der LEI und der Steuernummer. Ich muss mich jetzt um die Gewerbeanmeldung (eventuell kann sie bei einer Trading-GmbH entfallen) und der Auswahl eines Brokers kümmern.

    Nach dem zweiten Notartermin ging die Eintragung der GmbH innerhalb ein paar Tagen. Warum die vorher irgendwelche Fristenverletzung gesehen …? Es sieht jetzt also gut für einen Start im Januar aus. Wenn auch nicht gleich am ersten, da die Kontoeröffnung bei IB ja auch immer etwas dauert :-(.

    Schauen wir mal, ich werde berichten.

    Gruß René

  • Rene

    Mitglied
    23. Dezember 2022 um 18:26

    Moin,

    ich bin vom Service über den direkten Ansprechpartner bei IB total begeistert. Gestern am späten Nachmittag habe ich mein Konto bei IB eröffnet und alle Unterlagen gemäß der Checkliste von Ride hochgeladen. Heute kam gleich die Rückmeldung, dass das Konto eingerichtet ist und ich das erste Geld überweisen kann.

    Wirklich mal eine sehr positive Überraschung bei der GmbH-Gründung und viel zu schnell ;-). Ich werde das Konto natürlich erst in der nächsten Woche hinterlegen, da ich die Gebühr für die Wertpapierverbuchung nicht mehr für dieses Jahr zahlen möchte.

    Somit ist für mich jetzt erstmal die Geschichte zu einem positiven Ende gekommen. Sollte nichts Besonderes passieren, dann werde ich erst zum Jahreswechsel 2023/2024 wieder berichten.

    Gruß René

  • Rene

    Mitglied
    8. Januar 2023 um 13:36

    Hallo,

    jetzt ist das Konto bei IB entsprechend gefüllt und ich habe die ersten drei Raten T-Bills (Lz je 7/9/12.2023) gekauft. Es entspricht nicht ganz dem eingezahlten Guthaben, aber nach den ersten zwei Positionen Aktien long bin ich auf jeden Fall schon in der Zinszahlung. Ich schaue mir das mal weiter an und entscheide nach dem ersten Jahr über Sinn oder Unsinn der Strategie.

    Der einzige Wermutstropfen ist die noch ausstehende Handelsberechtigung für Optionen :-(. Trotz zweier Versuche habe ich das immer noch nicht bekommen. Ich werde heute noch einmal an den Support schreiben und fragen woran es liegt.

    Die meisten Wertpapiere liegen ja zurzeit noch im privaten Depot und ich handel da auch noch fleißig. Jetzt muss ich das Stück für Stück im privaten Depot abbauen. Sollte kein starker Kursanstieg kommen, so wird das aber locker noch ein Jahr dauern. Es kommen aber noch aus meiner Altersversorgung weitere Beträge, wodurch ich das Handelskonto in der GmbH auch weiter ansparen kann. Mein Konto bei Captrader will ich erstmal für die langfristigen und spekulativen Aktienpositionen beibehalten. Sollte sich die Steuerlast in der GmbH aber wie gewünscht entwickeln, dann löse ich das Konto aber unter Umständen doch noch komplett auf. Mein Depot bei der DKB und bei Comdirect habe ich schon mal aufgelöst.

    Zur Mitte oder zum Jahreswechsel werde ich mich zu dem GmbH-Projekt noch einmal melden.

    Gruß René

    • Rene

      Mitglied
      16. Februar 2023 um 18:05

      Hallo,

      ich wollte doch noch ein kleines Update zu den T-Bills schreiben.

      Vom Cash des Kontos habe ich zirka 70% in T-Bills angelegt und bekomme da zirka 2,5% p.a. an Zinsen. Das ist der aktuelle Wert, annualisiert. Ich nutze zurzeit zirka 40% vom Margin und zahle bisher in diesen Monat nicht einen Cent an Zinsen. Im letzten Monat musste ich 30% der vereinnahmten Zinsen als Marginzins aufwenden. Somit rechnet sich die Strategie, da ich ja 70% der vereinnahmten Zinsen als Überschuss behalte 😀.

      Auch die Prämien und Aktiengewinne entwickeln sich bisher gut und das anvisierte Ziel von 25% p.a. könnte erreichbar sein. Gehandelt werden zu 70% nur noch Spreads.

      Im Moment passt das alles sehr gut.

      Gruß René

  • Thomas

    Mitglied
    8. Januar 2023 um 19:19

    Danke dir für das Update und das du uns daran teilhaben lässt. Viele Grüße, Tom

  • Rene

    Mitglied
    18. Januar 2023 um 15:01

    Hallo,

    konnte heute endlich auch den Optionshandel aktivieren. IB scheint ein Problem bei kleinen Konten mit der Berechtigung für Optionen zu haben. Ich habe jetzt den gesamten Betrag des Rahmendarlehens als verfügbares Kapital angegeben und schwups, kann ich den Optionshandel aktivieren.

    Die T-Bills haben mir in den ersten Tagen auf jeden Fall deutlich mehr Rendite gebracht als die Zinsen aufgefressen haben (17 Euro Zinsen bei 47 Euro Wertsteigerung). Schauen wir mal, wie es in der Zukunft weiter geht.

    Gruß René

  • Heike

    Mitglied
    17. Mai 2023 um 15:18

    Hallo Rene, was macht Deine GmbH? Wie geht es dir damit?

    Sonnige Grüße Heike

    • Rene

      Mitglied
      22. Mai 2023 um 21:01

      Hallo Heike,

      im Moment arbeite ich mich wieder nach oben. Habe im Januar ein paar Stopps gerissen und erst im März einen Überschuss im Depot erwirtschaftet.

      Das mit den T-Bills funktioniert zum Beispiel sehr gut und am 29. Juni wird das erste Drittel zurückgezahlt. Dann werde ich wieder 1/4 der Anlagesumme als T-Bills mit 9 Monaten verkaufen. Im Moment sind auch kaum Sollzinsen aufgelaufen, da 1/4 der Anlagesumme für die Trades reicht. Leider habe ich wegen der fehlenden Performance in meinem privaten Depot noch nicht alle Gelder transferieren können. Nahziel ist, die Einzahlung zu verdoppeln und dann zügig nach oben zu traden. Schauen wir mal ob es funktioniert. Die letzten beiden Monate waren aber schon ganz vernünftig.

      Gruß René

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