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Anmeldung Forums Power X Optimizer Wie seriös ist die Wheel Strategie

  • Wie seriös ist die Wheel Strategie

    Posted by Tom on 14. November 2021 um 15:11

    Was mich mal über Markus Heitkötter interessieren würde ist, wie seine Tradinghistorie aussieht? Wie hat er sein Vermögen gemacht mit PowerX oder mit Wheel? Wie hat sich Wheel und PowerX in der Corona-Krise geschlagen, wie ist seine Performance langfristig?
    Ich meine 60% p.a. auf das eingesetzte Kapital, und das jedes Jahr reproduzierbar hört sich für mich immer noch eher unrealistisch an.
    Wenn das so wäre, würden die Profis das doch alles schon lange machen. Wenn es einen Fonds gäbe der das macht und 20% Gebühren nimmt und mir trotzdem regelmmäßig 40% p.a. bringt wäre das doch der Renner!

    Rene beantwortet 2 Jahre, 2 Monate aktiv. 13 Mitglieder · 34 Antworten
  • 34 Antworten
  • Markus

    Mitglied
    14. November 2021 um 16:37

    Ich muss immer schmunzeln, wenn ich diese Frage bekommen. Denn hinter dieser Frage steht der (Aber-)Glaube, dass die Jungs von Wall Street die Weisheit mit Loeffeln gefressen haben und wir als “kleine Trader” eh keine Chance haben – was absoluter Schmarrn ist.

    Hier sind die Gruende, warum es keinen Fond gibt, der das Wheel tradet:

    1.) Es ist wesentlich einfacher, 1-2 Millionen zu traden, also 2-3 Millarden zu traden. Hier ein Beispiel: Wenn ich 1 Millionen trade, muesste ich ca. 250 Kontrakte fuer UNG verkaufen. Bei 2 Millarden, waeren das 500,000 Optionskontrakte, und das geht natuerlich nicht. Damit wuerde ich den Markt bewegen. Deshalb traden die meisten Fonds Aktien. Die sind einfach liquider.

    2.) Und selbst bei Aktien traden: Die Fonds muessen diese riesigen “Block Orders” aufsplitten, damit sie Millionen von Aktien kaufen koennen. Du hast ja gesehen, was diese Woche passoert ist, als Elon Musk Aktioen im Wert von 6,5 Millarden verkauft hat: TSLA ist nach unten abgeknallt.

    3.) Also Fond musst Du GENAU sagen, was Du machst. Beispiel: Wenn Du ein “Energiefond” bist, dann kannst Du nur Energieaktion kaufen. Selbst wenn Du eine Riesenchance in einem anderen Sektor siehst, kannst Du keine Aktien aus dem anderen Sektor kaufen, weil Dein “Prospektus” sagt, dass Du nur Energieaktien handelst.

    4.) Beim Wheel gibt es kein Stop Loss. Und wenn ein Fond sagen wuerde: “Naja, wir traden hier eine Strategie ohne ein Stop Loss, und es kann sein, dass wir das ganze Geld verzocken”, dann bekommen die keinen Pfennig. Wenn ein Fond ein 15% drawdown hat, werden ganz massiv Gelder abgezogen.

    5.) Aus diesem Grunden muessen die Fonds muessen sehr risikoavers handeln, und das kennst Du ja: “The smaller the risk, the smaller the profits”. An der Boerse gibt es den Zusammenhang von “Risk” und “Reward”: Wenn Du eine hoehere Rendite erzielen willst, musst Du mehr Risiko eingehen.

    6.) Die Wheel Strategie wird von sehr vielen privaten Tradern sehr erfolgreich getradet, wie Du hier im Forum sehen kannst.

    Macht Sinn? 😎

    Gruss,

    – Markus

    • Rene

      Mitglied
      14. November 2021 um 17:51

      Hallo Markus, hallo Tom,

      genau das ist der Punkt und den übersehen viele Teilnehmer. Der große Vorteil der kleinen Anleger ist, dass du fast alles handeln kannst, keinen Restriktionen in Bezug auf Dauer und Gewichtung unterliegst. Wir haben sicherlich nicht die Informationen eines institutionellen Anlegers, aber wir haben trotzdem viel mehr Anlagemöglichkeiten. Ich kann auch über die Berichtszyklen einen Verlust mit rüber nehmen, ein institutioneller Anleger muss seinen Kunden aber Rechenschaft ablegen und wieso hast du die Gurke im Depot?

      Die Frage der Performance wird immer wieder gestellt und ist doch ganz unsinnig. Jeder bestimmt die Höhe der Performance doch selbst! Wie viel Risiko bin ich bereit zu tragen, welche Verluste kann ich ertragen, wann steige ich aus einem Trade aus, wenn er gegen mich läuft. Handel ich nicht mit Cash, sondern nur auf Margin, dann muss ich die Rendite wie berechnen? Ich mache monatlich 3.000,00 Euro ohne einen einzigen Euro Einsatz. Die Kosten für die Überziehung sind da schon abgezogen. Was ist das jetzt für eine Verzinsung?

      Für mich zählt einfach der Cash in der Tasch und nichts anderes! Weil davon kaufe ich langfristige Vermögenswerte und baue mir somit einen immer größeren Depotwert auf! Somit zählt jeder verdiente Euro und keine hypothetische Rendite von 20, 30, 50 oder 100%!

      Der Markus kann noch so eine tolle Software zur Verfügung stellen, aber der Mann/Frau am anderen Ende bestimmt das Ergebnis. Hat er sein Handwerk gelernt, hält er sich an seine Regeln und wird er nicht gierig!

      An meinen Monitor hängt ein Post-It mit folgenden Text: Guten Morgen, mein Name ist René und ich bin ein Verlierer!

      Genau das sollte man nie vergessen, damit es nie eintritt!

      Gruss René

      • Tom

        Mitglied
        17. November 2021 um 13:32

        Unsinnig ist die Frage nicht, sie ist nur relativ, weil sie wird bestimmt durch das Regelwerk. Mich würde aber genau interessieren, wie die Performance nach dem Regelwerk von Markus ist

  • Michael

    Mitglied
    14. November 2021 um 17:34

    Auch als Laie, weiß ich dass es so einen Fonds nicht lange (wenn überhaupt) öffentlich zugänglich geben würde. Stell dir das doch mal vor, da würde doch jeder aufspringen wollen, innerhalb kürzester Zeit wäre ein solcher Fond schon allein durch seine „Größe“ handlungsunfähig.

  • Thomas

    Administrator
    15. November 2021 um 07:03

    Hallo Tom,

    ich denke Markus, Rene und Michael haben schon einiges zum Thema Fons gesagt. Ich kann dir für meinen Teil sagen, dass mir die Wheel-Strategie schon lange Zeit gute Dienste erweist und das ich sie enorm profitabel trade.

    Meine Regeln sehen zwar leicht anders aus wie die von Markus, aber das tut nichts zur Sache. Am Ende des Tages zählt nur das Ergebnis das du damit einfährst und ich kann dir jetzt schon sagen, dass die Wheel-Strategie im Jahr 2021 zimelich sicher die profitabelste Strategie sein wird, die ich getradet habe. Die genauen Zahlen wird es mit Sicherheit in einem Stream Anfang Jänner geben.

    Wenn du mehr zu meinen Wheel-Regeln erfahren willst, dann lade ich dich recht herzlich in den heutigen LIvestream ein. Da geht es nämlich um genau das Thema.

    Und noch etwas Tom: Ich bin ich ein Mensch der prinzipiell sehr skeptisch ist und sehr viel nicht nur 1x sondern gerne auch 2x hinterfragt. Ob das am Namen liegt und der ungläubige Thomas in uns schlummert 😉 Aber zum Glück habe ich dann auch die entsprechende Neugierde alles ausprobieren zu wollen. Teste die Strategie doch einfach mal im Papertrading und schau dir so selbst an was du damit erreichen kannst.

    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei 😉

    Liebe Grüße,

    Thomas

  • Martin

    Mitglied
    15. November 2021 um 13:22

    Hallo Tom,

    du darfst nicht mehrere Fragen bzw. Themen in einem Post stellen. Da wird meistens mindestens die Hälfte nicht beantwortet. Zum Beispiel deine Frage, wie hat Markus die Corona Krise überstanden, wurde bisher nicht beantwortet. Das würde mich auch sehr interessieren.

    • Thomas_MV

      Mitglied
      15. November 2021 um 15:25

      So recht verstehe ich die Frage nicht. Jeder, der während Corona seine Aktien gehalten hat (falls es Qualitätsaktien waren bzw. sind) hat heute mehr auf dem Konto als vor Corona. Wo siehst Du bzw. Corona-Crash das Problem?

      • Tom

        Mitglied
        17. November 2021 um 13:34

        Die Wheelstrategie ist eine Einkommensstrategie. Das Problem im Corona-Crash ist, dass wenn alle Aktien stark fallen muss man ziemlich lange ohne Einkommen auf den Händen sitzen bleiben bis sie wieder steigen.

    • Markus

      Mitglied
      15. November 2021 um 17:52

      In der “Corona-Krise” (also Maerz – May 2020) habe ich mein Konto innerhalb von 6 Wochen verdoppelt. Ist alles sauber auf YouTube dokumentiert 🙂

      Weitere Fragen? 😎

      • Martin

        Mitglied
        16. November 2021 um 09:10

        Nein, da kann man nur staunen.

        • Rene

          Mitglied
          16. November 2021 um 14:00

          Hallo Martin,

          das hat mit Staunen wenig zu tun.

          Jedes Handwerk erfordert erstmal viel Zeiteinsatz und viele Fehlschläge. Man spricht auch von einer 10.000 Stunden Regel bis zum Meister. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem für viele Trader an der Börse. Sie glauben nach einem erfolgreichen Trade, dass sie die Börse beherrschen. Mit der ersten Gegenbewegung beherrscht sie aber die Börse!

          Ich betreibe die aktive Geldanlage jetzt seit gut zwei Jahren und stehe gefühlt bei 5.000 Stunden Erfahrung/Lehrzeit. Viele Vorgänge kann ich schon gut durchblicken und andere Sachen fehlen mir noch komplett. Ich mache somit einfach weiter und in zwei Jahren steht dann meine Meisterprüfung an.

          Somit hätte ich es zum Staunen gefunden, wenn Markus keine gute Performance in dieser für einen Trader idealen Konstellation erreicht hätte.

          Gruss René

          • Markus

            Mitglied
            16. November 2021 um 18:44

            ^^^ Ich haette es nicht besser sagen koennen! Danke, Rene.

            Trading is wie jeder andere Beruf: Am Anfang machst Du noch viele Fehler. Aber dann lernst Du von den Fehlern, und lernst auch verschiedene Szenarien kennen, z.B. Crashs.

            Martin, was machst Du beruflich?

            Ich denke, dass Du heute viel besser in Deinem Beruf bist als Du vor Jahren warst, richtig?

            Ich ich bin davon ueberzeugt, dass viele “staunen” wie gut Du Deinen Beruf ausuebst. Stimmt das?

            Und so ist es auch beim Trading. 😀

    • Thomas

      Administrator
      16. November 2021 um 09:59

      Hier ist der YouTube-Kanal von Markus zum Nachsehen 😉
      https://www.youtube.com/user/rockwelltrading2008

  • Jan

    Mitglied
    16. November 2021 um 22:11

    Hallo Tom, Ich finde es vollkommen richtig, dass Du Wheel hinterfragst – 60%p.a. jedes Jahr sollte man auch hinterfragen.

    Wheel profitiert aktuell (und dies schließt eindeutig auch den Corona Crash ein) von der sehr speziellen Marktentwicklung. Im Besonderen sind die V-förmigen Erholungen der Extrabooster für diese Strategie. Lange Zeit stieg ja fast alles, spätestens nach der nächsten Sektor Rotation wieder an. Diese einzigartige Situation bekommt nun erste Risse und es finden erste Neubewertungen statt. Ob dies bei den entsprechenden Aktien so bleibt oder auch hier die aktuelle Marktlage am Ende diese Boote wieder hebt – wir werden sehen.

    Zum weiteren Nachdenken ein paar Punkte (keine Garantie auf Vollständigkeit):

    -Es gibt Depots wo Wheel der Ansatz für das Gesamtdepot (oder einen festen Betrag ist). Da wären zB Markus oder der Kapitän zu nennen. Ich habe von Markus nur das Video hier im Rahmen von Thomas gesehen, beim Kapitän scrolle ich die meisten aber schon mal durch, da ich auch gespannt bin ab welcher Marktlage er Probleme bekommt. Es gibt ja immer mal Positionen die dann länger drin bleiben können (bei Markus hatte ich RIDE gesehen, der Kapitän hatte zuletzt eine der zwei länger laufenden Positionen loswerden können)
    Denke einfach mal darüber nach, was passiert wenn der Markt längere Zeit stagniert und Du viele solcher Positionen hast

    -andere handeln dies als Beimischung und sehen die Aktien die länger drin bleiben als Investition, da Qualitätsaktien. Rene hier würde ich so einordnen und auf Basis der Infos hier, ist sein Depot doch viel größer als das der Meisten hier. Kannst Du Dir diesen Ansatz leisten wenn Dein Depot nicht deutlich 6stellig ist?

    -Qualitätskaktien ist ja auch immer so ein Buzz Wort in dem Zusammenhang. Ich persönlich sehe viele der Aktien die hier gehandelt werden ja eher nicht als solche, aber die guten Prämien gibt es auch nicht umsonst. Ein Wheel Anleger ist eigentlich ein erfahrener Aktien Analysist da er nur Qualitätsaktien hat – zumindest entsteht der Eindruck – denk mal darüber nach. Am Ende ist es halt das Totschlagargument wenn was schief geht – Du hast keine Qualitätsaktie…

    -Wenn es gegen einen läuft dann wird es schwer die Ergebnisse zu vergleichen, da es dort keine klaren Regeln gibt, sondern viel von Erfahrung (und manchmal Glück) abhängt. Der Kapitän hatte am Anfang sein Kapital einfach in die 5 Töpfe die er hat unterteil und in einem Topf auch voll investiert – da war kein Reserve Geld für Rescue – das hat er später erst eingefügt. Kein Problem, man entwickelt ja alles weiter, aber der Punkt ist, dass man dieses Geld auch erst einmal haben muss, auch in Bezug auf die 60%pa Ziel
    Schwierig wird es ja wenn man im “Niemandsland” hängt und der Kurs dort eine ausgedehnte Seitwärtsphase durchläuft.

    Alles in allem ist Wheel für mich nicht der heilige Gral, ich setzte dies eher selten initial ein, aber manchmal wird aus zB einem Short Strangle ein Wheel Trade am Ende. Aus Erfahrung von vor Corona kann man schon sehr lange in einem solchem gefangen sein, auch wenn man Qualitätsaktien wie IBM oder WDC hat – hängt halt immer von der Situation ab.

    Bleib kritisch und entwickle Deine Sicht die alle Elemente beinhaltet. Mach Dir Gedanken über Dein Vorgehen in den verschiedenen Situationen = habe immer einen Plan

    • Kevin

      Mitglied
      17. November 2021 um 17:29

      Besser hätte man es kaum schreiben können. Die Wheel Strategie wird momentan schnell als „Heiliger Gral“ angesehen, doch diese Strategie hat leider auch sehr große Schattenseiten.

      Ich finde vor allem die emotionale Belastung bei dieser Strategie sehr extrem. Zumindest wenn das Depot noch nicht im unteren – mittleren 6 stelligen Bereich ist. Wie du schon sagst, man soll nur mit Qualitätsaktien handeln, aber Qualitätsaktien notieren im Regelfall nicht bei 20-50$, sondern haben auch ihren Preis. Da wir mit Kontrakten handeln kommt sehr schnell eine recht große Summe zusammen. Wenn die ausgewählten Aktien auf einmal nicht mehr „to the Moon“ gehen, sondern längere Zeit fallen, vielleicht noch eine Rescue Misson gemacht wird und auf Basis des Gesamtvermögens viel Geld in einer Einzelaktie gefangen ist, können die Emotionen auch schnell mal verrückt spielen. Durch den Handel von Margin werden diese Emotionen auch nochmal schön potenziert.

  • Tom

    Mitglied
    17. November 2021 um 13:36

    Erstmal vielen Dank für die vielen Beiträge. Ich finde es auch toll, dass Du, Markus, hier antwortest!

    In meinem Beitrag habe ich tatsächlich zu viele Fragen gestellt, sodaß mein Anliegen nicht richtig klar geworden ist.

    Erstens, das mit den Fonds habe ich verstanden. Die sind nicht skalierbar!

    Ich habe auch keine Zweifel, dass Markus Heitkötter ein erfahrener, erfolgreicher und seriöser Trader ist!
    Ich vermute aber, dass Markus eine Vielzahl von Strategien hat, mit denen er sein Geld verdient. Somit konnte er auch im Corona Crash sein Kapital verdoppeln.

    Die Wheelstrategie ist nur eine seiner Strategien und der Fokus meiner Frage bezog sich aber hauptsächlich auf die Wheelstrategie.
    Das die Wheelstrategie generell eine bewährte Strategie ist mir klar. Meine Zweifel beziehen sich nur darauf ob so eine Rendite (30% auf das gehebelte Kapital) für ein regelmäßiges Einkommen langfristig wirklich machbar ist.

    Darum konkretisiere ich meine Frage nochmal:

    1) Seit wieviel Jahren tradest Du die Wheelstrategie nach den bekannten Regeln und mit welchen Renditen?

    2) Wie schlug sich die Wheel-Strategie im Corona-Crash? Die Verdopplung deines Depots in der Corona Krise kam ja wohl kaum durch die Wheel-Strategie

    • Markus

      Mitglied
      17. November 2021 um 17:48

      Hallo Tom,

      Die Wheel Strategie trade ich “on and off” zusammen mit der PowerX Strategie seit 6-8 Jahren. Kann ich Dir nicht so genau sagen, aber ich denke, ich habe mich schon in 2014 damit beschaeftigt.

      Zum Corona-Crash: Ich habe im Februar 2020 vor dem Crash gewarnt (siehe YouTube), und dann auch gesagt, dass ich “flat” in den Maerz gehe. Ich habe also gewartet, bis sich ein Boden gebildet hat, und dann massive Puts verkauft. Ich habe kein “Assignment” bekommen, und somit also nur 1/2 Wheel getradet, wenn Du es so sehen willst.

      Hier ist die eigentliche Frage:

      Wie hilft Dir das jetzt weiter?

      Wenn ich nicht alles auf YouTube dokumentiert haette, koennte ich Dir doch einen vom Erlenkoenig erzaehlen.

      Ich koennte Dir ja sagen, dass ich die Wheel Strategie seit 28 Jahren trade. Wie hilft Dir das weiter?

      Und was genau machst Du mit der Information, wie ich im “Corona Crash” getradet habe?

      Ist doch eigentlich wumme, weil der naechste Crash wieder ganz anders aussehen wird.

      Ich verstehe, wo die Fragen herkommen: Skepsis.

      Aber ist die Skepsis jetzt weg?

      Oder war es nur “ganz nett”, meine Antworten zu sehen?

      Wirst Du aufgrund meiner Antworten jetzt die Strategie traden?

      Oder immer noch nicht?

      Wuerde mich einfach mal interessieren, ob diese Antworten Dir helfen, eine Entscheidung zu treffen, oder ob die Info, die ich Dir gegeben habe, eh fuer die Hasen ist? 😎

      • Tom

        Mitglied
        18. November 2021 um 11:37

        Hallo Markus,

        In Deinen Videos kommt es so rüber als ob du mit dem Wheel eine Strategie hast mit der Du dir 30% Rendite p.a. Einkommen ertraden kannst und zwar strategisch, wiederholbar und konsistent.

        Daraus habe ich geschlossen, dass es

        1) eine Einkommensstrategie ist, die man in “fast” jeder Marktphase handelt und

        2) dass das Regelwerk über einen längeren Zeitraum durchgehend getetest wäre und du ein internes Controlling darüber hättest.

        Eine Auswertung in der Art:
        Im Zeitraum:xy: Anzahl Gewinntrades, Anzahl Verlusttrades, höchster Verlust , höchster Gewinn , Durchschnittsgewinn, Durchschnittverlust, maximaler Drawdown usw.

        Wenn du jetzt antwortest, dass du die Wheel-Strategie gar nicht längerfristig durchtradest, sondern nur ab und zu, je nach Marktphase oder anderen Kriterien, dann hilft mir diese Antwort leider wirklich nicht weiter.
        Trotzdem vielen Dank!

        • Markus

          Mitglied
          18. November 2021 um 14:21

          Hallo Tom, in den Videos sage ich immer, dass ich Strategies (PLURAL) trade, die mir mind. 30% Rendite pro Jahr geben.

          Am Anfang meiner Tradingkarriere habe ich auch von dem “One-trick pony” getraeumt: Die Strategie, die IMMER funktioniert, egal was der Markt macht.

          Ich habe aber ziemlich schnell gemerkt, dass es da nicht gibt.

          Das ist wie der beruehmte “Hammer” der alles erledigen soll.

          Aber Du brauchst einen Werkzeugkasten!

          Und das wird die jeder professionelle Trader bestaetigen:

          Bestimmte Marktsituationen, z.B. Corona Crash, benoetigen spezifische Tradingstrategien.

          Wie schon o.a.: “Trading is a business”.

          Es ist eine Profession.

          Und wie in jedem Business (oder Profession), brauchst Du Strategien und Tools fuer verschiedene Situation.

          Macht das Sinn? 😀

          • Tom

            Mitglied
            19. November 2021 um 11:01

            Hallo Markus,

            wenn sich die 30% p.a. auf Deinen persönlichen StrategieMix beziehen, dann hat sich meine Frage erledigt.
            Das man als Trader einen Werkzeugkasten braucht, und dass man keine Garantie für die Zukunft hat und seine Risiken und Chancen selber managen muss (Plan und Psychologie) ist ja alles klar.

            Ich hatte halt verstanden, dass sich die 30% p.a. NUR auf die Wheel Strategie beziehen (www.youtube.com/watch?v=Bri1RF68sJQ ab Minute 4:55) und hätte dann erwartet, dass bei so einem hohen Gewinnziel mit nur einer Strategie schon bestätigende Daten aus der Vergangenheit vorliegen würden.

            Rene (Geldkapitän) hat ja klar kommuniziert, dass das ein Experiment ist und er mal schauen will ob das klappt.
            Es ist ja auch wirklich eine tolle Sache es zu verfolgen und zu schauen wie es sich entwickelt! (bei Rene und bei Markus)

  • Markus

    Mitglied
    19. November 2021 um 14:23

    “In der Regel” trade ich die Wheel Strategie das ganze Jahr.

    Aber wenn ich sehe, dass die Maerkte stark abschmieren, also mehr als 10%, dann werde ich die Strategie stoppen und warten, bis wir einen Boden gefunden haben.

    Deshalb moechte ich nicht sagen, dass ich die Strategie “IMMER” trade.

    “IMMER” und “NIE” sollte man nicht an der Boerse sagen. Dafuer ist der Handel einfach zu unberechenbar.

    Aber ich wuerde sagen, dass ich die Wheel Strategie 90% der Zeit trade.

    Und die 30% sind ein Ziel. Und wie das mit Zielen so ist:

    – Manchmal erreicht man sie mit einer Punktlandung.

    – Manchmal schiesst man uber das Ziel hinaus und bekommt bessere Ergebnisse und

    – Manchmal trifft man das Ziel nicht.

    Ich denke trotzdem, dass Ziele wichtig sind, gerade im Handel.

    Aber wie Du wahrscheinlich schon oft gehoert (und selbst erlebt hast):

    Beim Trading gibt es keine Garantien.

    Die einzige Garantie, die es gibt, ist diese:
    “Beim Traden wird es Verluste geben”

    Vielen Dank fuer die coole Diskussion!

    Ich denke, Du hast genau die Fragen gestellt, die jeder gerne beantwortet haben moechte. 😀👍

    • Tom

      Mitglied
      20. November 2021 um 16:20

      Hallo Markus,

      ok, das mit den 10% Minus im Gesamtmarkt ist ja eine sinnvolle Zusatzregel für die Wheel-Strategie. Das paßt, das ist für mich wie permanent getradet.

      Wenn Du jetzt schreibst, dass du die Wheel Strategie mit der Zusatzregel schon länger mit einem Ziel von 30% p.a. tradest ist es klar, dass das Ziel mal mehr oder weniger erreicht wird. Natürlich gibt es keine Garantien und Drawdowns gehören zum Geschäft.

      Ja, natürlich sind Ziele wichtig! Aber die Kontrolle der Zielerreichung(=Chancen) und der Drawdowns(=Risiken) sind genauso wichtig. Und genau das ist es, was mich interessiert hätte. Aber wenn Du deine Daten dazu hier nicht mitteilen kannst oder willst, ist das natürlich auch in Ordnung.

  • Günter

    Mitglied
    19. November 2021 um 18:30

    Hallo zusammen,
    dachte ich schreib hier auch was dazu, ich habe mit dem Power X Optimizer im April diesen Jahres gestartet, ich habe nicht auf Margin getradet. Ich habe eine Performance von über 30% geschafft, davor sieht man war nur ein hoch runter und es ging nicht weiter. Was ich nicht gedacht habe das es möglich ist so eine Performance hinzubekommen. 90% sind Wheel Trades nach dem Regelwerk von Markus. Was ich super finde sind die klaren Regeln die Markus vermittelt in seinen Videos. Na klar man muss auch etwas Markt Gespür entwickeln sonst wird es nichts … Was mich erfolgreich gemacht sind das die Wheel Trades 1-2 Wochen laufen, vorher waren es immer 30-45 Tagen und das ist einfach zu lange …

    • Markus

      Mitglied
      19. November 2021 um 18:34

      Sehr cool! 🙂 Glueckwunsch.

      Wie Du ja weisst, verlieren sehr viele Trader Geld an der Boerse. Deshalb freue ich mich jedesmal, wenn ich hoere, dass ein Trader Geld verdient.

      Und an der Kurve sieht man ja, dass es “SRC Profite” sind.

      Toll gemacht. Weiter so! 😎

      • Günter

        Mitglied
        19. November 2021 um 18:51

        Vielen Dank Markus,
        auch Dir ein großes Dankeschön für die Entwicklung des PowerX Optimizers und das teilen Deiner Strategien und Erfolge wie auch das was mal nicht so gut lief in “Coffee with Markus”, sonst wäre das nicht möglich gewesen.
        Wünsche Dir ein schönes Wochenende!

    • Tom

      Mitglied
      20. November 2021 um 16:26

      Hallo Günter,

      super! Ich würde sagen Ziel voll erreicht und sehr anschaulich dargestellt. Genau das sind die Infos die ich mir gewünscht habe!

      Vielen Dank!

  • Carsten (Kasseltrader)

    Mitglied
    22. November 2021 um 12:08

    Was schonmal vieles verbessert, ist wenn man die Sektoren an sich etwas mischt. Ich kenne viele die wollen ja nur schnell Performance auf dem Konto haben und traden 24/7 Mara, SPCE, Pen und den ganzen Kram (Mache ich im kleinen Konto auch). Wichtig ist aber, das man auch mal einen Energie-ETF, Gold-ETF, Kupfermine etc mit reinnimmt. Schmiert das eine ab, steigt das andere meist etwas. Ansonsten ist das Zauberwort POSITIONSGRÖSSE 🙂

    • Rene

      Mitglied
      7. Dezember 2021 um 13:28

      Wie war und alle sollten mal bei dem Carsten im YouTube-Kanal rumschauen. Viele gute Erklärungen in kurzer und knackiger Form. Danke hierfür 😍

  • Bernhard

    Mitglied
    4. Dezember 2021 um 16:08

    An alle: Danke für die tollen Beiträge und die sachliche Diskussion. Hat mich weitergebracht.

    • Tom

      Mitglied
      7. Dezember 2021 um 11:05

      Ja, finde ich auch. Dann gibt es halt keine Daten aus der Vergangenheit, aber Rene (Geldkapitän) und Markus machen es ja live … sodaß man gut verfolgen kann, wie es sich entwickelt. Wollen wir hoffen, dass die Börse uns noch viele verschiedene Phasen liefert in denen wir die Strategie beobachten können. 😀

      • Rene

        Mitglied
        7. Dezember 2021 um 13:34

        Hallo Tom,

        nicht auf die Performance der Anderen schauen, sondern selber lernen und deinen Weg gehen. Die Kopie eines Originals bleibt immer nur eine billige Kopie!!!

        Wer an der Börse Erfolg haben möchte, der muss durch die niemals endende Zeit des Lernens gehen und auch das Tal der Tränen wird ihn nicht erspart bleiben. Aber irgendwann öffnet sich das Tal zu einer breiten fruchtbaren Ebene und die Sonne scheint ist da und (fast) alles wird gut!

        Ich habe vieles von anderen Tradern an der Börse gelernt, aber ich finde häufig mehr trennendes als verbindendes in deren Handel. Genau das bringt einen aber weiter, da man seinen eigenen Weg findet.

        Lieben Gruß René

        • Diese Antwort wurde von  Rene modifiziert 2 Jahre, 2 Monate aktiv..
        • Tom

          Mitglied
          8. Dezember 2021 um 10:50

          Hallo René,

          alles was du schreibst ist richtig! Aber mache Dir um mich keine Sorgen 😉 … ich will nicht NUR 1:1 nachtraden (das geht sowieso nicht) und ich gehe auch meinen eigenen Weg. (Z.B. würde ich das Wheel nur ungehebelt traden!)
          Ich kenne es halt von den Jungs von Optionsuniversum, dass die die historische Real-Performance von ihren Strategien (z.B. BF70) veröffentlichen und das finde ich eine super Sache, weil man dann einen Eindruck bekommt wie sich eine “beispielhafte” reale Performance dieser Strategie so darstellt. Findest du das nicht auch sinnvoll? Oder meinst Du wirklich, dass es kontraproduktiv ist die Real-Performance-Daten von Strategien als eine von mehreren Informationsquellen anzuschauen?

          • Rene

            Mitglied
            9. Dezember 2021 um 13:58

            Hallo Tom,

            ich finde es tatsächlich sehr schwierig solche Ergebnisse zu vergleichen bzw. als Vorlage zu nehmen. Ein Ergebnis ist von so vielen Faktoren im zeitlichen, strategischen und monetären Bereich abhängig. Ein und dieselbe Option kann schon nach 30 Minuten Zeitversatz zu einem ganz anderen Ergebnis führen. Somit ist auch die eigene Präsenz am Rechner ein erheblicher Hebel.

            Meine Vorgaben sind immer der Ertrag, wobei ich dir nicht mal genau sagen kann mit welchem Einsatz ich das erreicht habe! Ich hebel halt sehr stark und rechne die Kosten gegen den Ertrag. Ich lege zum Jahreswechsel mein Plan-Soll fest und versuche dann ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Mein Plan-Soll habe ich dieses Jahr um 225% überschritten und das mag an dem Ausnahmejahr liegen oder an der Weiterentwicklung meiner Fähigkeiten. Ist aber auch nicht so wichtig, da ich eh immer mit den Ergebnissen leben muss. Den Markt kann ich nicht ändern und nur hoffen, dass meine Strategien an den Markt anpassbar sind.

            Gruss René

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