Herzlich willkommen im Foren-Bereich!

Stelle deine Fragen, finde Antworten und vernetze dich mit anderen Mitgliedern!

Anmeldung Forums Steuern AT Trading GmbH?

  • Trading GmbH?

    Posted by Christof on 18. Juni 2021 um 15:21

    Hallo zusammen,

    ich denke, das Thema passt am besten hier rein.

    Mich wĂŒrde mal interessieren, ob es jemanden gibt, der in Österreich innerhalb einer Trading GmbH Optionen handelt?

    In Deutschland hört man davon ja regelmĂ€ĂŸig auf den diversen YT-KanĂ€len. Da ist dann die Rede davon, dass nur ca. 2% an Steuern fĂŒr Aktiengwinne anfallen … nun gut, ich kann es nicht nachvollziehen, aber es sei Ihnen gegönnt.

    Das grobe GerĂŒst ist mir klar: Köst 25%, fĂŒr Auszahlungen wĂ€ren nochmal 27,5% KEst fĂ€llig.

    Mich wĂŒrde es interessieren, ab welchen GrĂ¶ĂŸen sich so ein Konstrukt auszahlen wĂŒrde?

    LG,

    Christof

    Thomas beantwortet 1 Jahr, 4 Monate aktiv. 11 Mitglieder · 14 Antworten
  • 14 Antworten
  • Option King

    Mitglied
    19. Juni 2021 um 05:50

    Hallo Christof,

    ich bin mir gar nicht sicher ob es das Konstrukt einer Trading GmbH wie in Deutschland bei uns ĂŒberhaupt gibt. Aber sehr interessante Frage. Ich hoffe es findest sich eine kompetente Person die da Auskunft geben kann.

    lG Andi

  • Patrick

    Mitglied
    3. Juli 2021 um 17:30

    Meine Steuerberaterin in Graz hat gesagt, dass es keine Trading GmbH, so wie in Deutschland gibt und das es laut ihr kein anderes vergleichbares Konstrukt in Österreich gibt. Private Mitteln mĂŒssen mit Sondersteuersatz fĂŒr Aktien und Einkommenssteuersatz fĂŒr Optionen etc. versteuert werden.

    Eine Steuerberaterin in Wien sieht das anders. Laut ihr kann man in einer normalen GmbH traden.
    Leider hilft das jetzt auch nicht wirklich weiter, aber das ist mein aktueller Stand.

    • Christof

      Mitglied
      11. Juli 2021 um 20:07

      Hallo,

      Danke fĂŒr Deine Antwort! Das bestĂ€tigt zumindest die nicht ganz eindeutigen Infos, die man online findet. Magst Du mir mal den Namen der wiener StB nennen? Gerne per PN, falls gewĂŒnscht.

      LG,

      Christof

  • Manfred

    Mitglied
    21. Juli 2021 um 14:35

    Hallo schön!

    Lt. meinem Onkel (Steuerberater Kanzlei Feilenreiter im Bezirk Liezen) gibt es in Österreich keine Trading GmbH.

    NatĂŒrlich kannst du im Rahmen einer GmbH traden – die KEST (Aktien, …) bleibt gleich, anstatt der EST (wenn Du als Privatperson tradest) wird die KÖST (bei Optionen) mit dzt. 25 % fĂ€llig.

    Wenn Du dann GewinnausschĂŒttungen zusĂ€tzlich machst auf Dein Privatkonto dann noch die KEST.

    Hoffe, ich konnte etwas Klarheit in das Thema bringen.

    Trading GmbH in Deutschland habe ich mir schon ĂŒberlegt, aber da mĂŒssten dann lt. meinen Informationen der Lebensmittelpunkt auch in Deutschland sein von der agierenden Person im Rahmen der GmbH.

    LG

    • Thomas

      Administrator
      21. Juli 2021 um 17:01

      Die selbe Auskunft habe ich von meiner Steuerberaterin erhalten!

      • Andreas

        Mitglied
        25. Januar 2023 um 11:34

        Hallo Thomas

        Kannst Du vielleicht einen Steuerberater in Österreich der das Thema EinkommensteuererklĂ€rung bei einem auslĂ€ndischen Broker mit Optionen, etc. empfehlen. Welche Möglichkeint gibt es in Österreich Steuerlast und auch die erwartete Vorauszahlung fĂŒr das dann folgende Jahr zu minimieren? Das Thema brennt bei mir jetzt, versuche gerade die verfĂŒgbaren Informationen auf diversen Web Seiten zu screenen! Eine sehr gute Seite finde ich ist broker-test.at.

        Vielleicht könnte man das Thema in einem der nÀchsten Ausgaben des Magazins zum Theam machen!

        Vielen lieben Dank fĂŒr Deine RĂŒckmeldung und GrĂŒĂŸe

        Andy

        • Diese Antwort wurde von  Andreas modifiziert 1 Jahr, 4 Monate aktiv..
  • Rene

    Mitglied
    22. Juli 2021 um 12:32

    Hallo Christof,

    die Trading GmbH in Deutschland ist ja eine ganz normale GmbH mit allen Vor- und Nachteilen einer Gesellschaft. Sie hat Vorteile fĂŒr die Verlustverrechnung, da hier die Steuergesetze einige Strategien in der Verlustbegrenzung schicken. Mit einer Wheel Strategie wĂŒrde man aber deutlich höhere Steuern zahlen.

    Ich habe eh bisher keine Spreads gehandelt und bin somit von so einer Regelung hier nicht betroffen. Die Steuerregelung ist auch noch vor Gericht und somit werden die Richter irgendwann das Ding eh kippen.

    Die steuerliche Regelung ist ja ursprĂŒnglich fĂŒr klassische Holdings geschaffen. Sie soll die Besteuerung zwischen einzelnen Gesellschaften minimieren, da man ja bei verschachtelten Strukturen auf die versteuerten Gewinne einer GmbH in der nĂ€chsten GmbH wieder volle Steuern zahlen mĂŒsste.

    LG René

  • Dennis

    Mitglied
    24. Juli 2021 um 09:39

    Hallo zusammen,

    ich baue schon seit einigen Jahren fĂŒr Unternehmer Holding-Struktur-Modelle, um Steuern zu sparen und nachhaltig Reichtum aufzubauen. Es ist viel einfacher als ihr glaubt und leider sind die meisten Steuerberater falsch informiert bzw. kennen sich nicht mit allen Schlupflöchern aus.

    So ist es z.B. bei der GrĂŒndung einer GmbH oder UG (haftungsbeschrĂ€nkt) ohne Bedeutung, ob der GrĂŒnder/Gesellschafter und der GeschĂ€ftsfĂŒhrer ihren Wohnsitz im Ausland haben. Auch ein nicht in Deutschland AnsĂ€ssiger kann eine Gesellschaft grĂŒnden und deren GeschĂ€ftsfĂŒhrer werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Gesellschaft ihren Satzungssitz sowie ihre GeschĂ€ftsanschrift im Deutschland haben muss. Dies lĂ€sst sich aber einfach lösen, da ich ein Business-Center habe, womit ich dies meinen Klienten ermögliche. Hier ist auch in All-Inklusive-Paket mit drin, wozu die gesamte Buchhaltung, Organisation, Dokumentenablage (alles digital) usw. gehören.

    Die Besteuerung von BörsengeschÀften sieht in Deutschland wie folgt aus:

    – Beim ETF- und Aktienhandel werden nur 5 % vom VerĂ€ußerungsgewinn versteuert, sodass die Steuerlast insgesamt ca. 1,5 % betrĂ€gt
    – Verluste aus Aktiengewinnen sind nur mit Gewinnen aus dem Aktienhandel verrechenbar, aber nicht mit anderen Einkommensarten (z.B. Dividenden)
    – Dividenden aus Aktien im Streubesitz (weil keine Beteiligungshöhe von 10 % erreicht) sowie andere Finanzprodukte wie Derivate unterliegen ganz normal der 30%-Besteuerung aus Köperschafts- und Gewerbesteuer

    Wenn man das Modell auch noch mit Immobilienholdings kombiniert, kann man in Deutschland auf max. 15 % Besteuerung kommen.

    Wer Interesse hat, dem erklÀre ich das Modell gerne mal per Video-Call.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Dennis Löwen

    • Diese Antwort wurde von  Dennis Löwen modifiziert 2 Jahre, 10 Monate aktiv..
    • Diese Antwort wurde von  Dennis Löwen modifiziert 2 Jahre, 10 Monate aktiv..
    • Diese Antwort wurde von  Dennis Löwen modifiziert 2 Jahre, 10 Monate aktiv..
    • Jan

      Mitglied
      25. Juli 2021 um 18:27

      Du formulierst hier sehr verwirrend “Verluste aus Aktiengewinnen” – keine Ahnung ob Du nun Verluste meinst oder Aktiengewinne.

      Tatsache ist, dass Verluste aus Aktientrades NICHT gegen die Gewinne verrechnet werden können. DafĂŒr hast Du ja bei den Gewinnen den von Dir genannten sehr optimalen Steuersatz. Damit sehe ich Aktienhandel in einer Trading GmbH eher fĂŒr langfristige Strategien und weniger aktiven Handel geeingnet

      • Ralf

        Mitglied
        26. Juli 2021 um 15:10

        Und genau hier wird es spannend und gibt es scheinbar unterschiedliche Meinungen.

        FĂŒr wen genau bzw. fĂŒr welche Strategie macht die Trading GmbH Sinn?

        Ich habe bereits eine Holding-Struktur und werde nun in der Holding anfangen zu handeln. Die Wertpapierbuchungen mache Ich ĂŒber Ride Capital.

        Was bisher klar ist:

        – Swingtrades mit Aktien und allgemein Buy & Hold macht in der GmbH mehr Sinn

        – Wheel Strategie macht in GmbH nur Sinn wenn auch mit der Aktie entsprechend Gewinne eingefahren werden

        – Wer ĂŒberwiegend PrĂ€mien ĂŒber Optionen kassieren möchte, sollte das eher Privat machen

        – In GmbH im Zweifel immer Aktien lieber ein und ausbuchen lassen anstatt Gewinne/Verluste in Optionen zu realisieren.

        – Dividenden steuerlich in GmbH teurer als auf privater Ebene (10% Grenze)

        Ergibt:

        => Aufteilung Depot in Langfrist- (Investieren) ĂŒber die GmbH und Kurzfrist-Teil (StillhaltergeschĂ€fte) auf privater Ebene.

        => Geld ĂŒber einen Rahmendarlehensvertrag jeweils flexibel auf private Ebene oder in Gesellschaft verschiebbar (da wo benötigt) – Zinsfrei oder oder mit Zinsen.

        => Aktienverluste sind zwar nicht verrechenbar mit Gewinnen, aber bei 1,5% Versteuerung der Gewinne verkraftbar.

        => Dividenden-Portfolio gehört auch auf die private Ebene.

        Gerne korrigieren oder andere Meinungen dazu. 🙂

        VG Ralf

  • Dennis

    Mitglied
    29. August 2021 um 19:11

    Sorry fĂŒr die spĂ€te RĂŒckmeldung. Ich war kurz nach meinem Posting im Urlaub und habe den Thread etwas aus den Augen verloren. 😅

    Bei den Stichpunkten ist auch etwas durcheinandergekommen, denn der mittlere Stichpunkt mit “Verluste aus Aktiengewinnen…” usw. ist aus der Liste fĂŒr private Trader. Bei der Trading GmbHs sieht es eigentlich super simpel aus:

    – Beim ETF- und Aktienhandel werden nur 5 % vom VerĂ€ußerungsgewinn versteuert, sodass die Steuerlast insgesamt ca. 1,5 % betrĂ€gt
    – Dividenden aus Aktien im Streubesitz (weil keine Beteiligungshöhe von 10 % erreicht) sowie andere Finanzprodukte wie Derivate, CFDs, Optionen, Cryptos & Co. unterliegen ganz normal der 30%-Besteuerung aus Köperschafts- und Gewerbesteuer
    – Alle Verluste und sĂ€mtliche Ausgaben der GmbH können von den Erlösen abgezogen werden und versteuert wird nur der Gewinn der GmbH zum Jahresende

    Deshalb macht es auch Sinn alles ĂŒber die GmbH laufen zu lassen und am besten noch eine Immobilien-GmbH dazu zu nehmen, sodass ich am Ende fĂŒr einen Großteil auf nur 15% Maximalbesteuerung komme. 👍

  • Konstantin

    Mitglied
    7. November 2021 um 10:54

    Hallo zusammen,

    ist vielleicht etwas Off-Topic aber meines Wissens greift bei reinen StillhaltergeschĂ€ften (Short Puts, Short Calls. Keine Kombistrategien!) die Verlustverrechnung (20K) nicht, solange es keinen Barausgleich gibt (siehe hierzu https://trading-steuerberatung.de/barausgleich-bei-optionen-unbedingt-vermeiden/). Spricht man muss die Option immer ggf. auch mit Verlust zurĂŒckkaufen. So können alle Verluste (aus diesen Trades) gegengerechnet werden. Somit braucht man als Stillhalter nicht unbedingt eine Trading-GmbH, zumal diese bei Ride mit >1800€ gar nicht so gĂŒnstig ist. Hier sollte das Konto schon etwas grĂ¶ĂŸer sein bzw. die Gewinne 5-stellig. Außerdem zahlt man in der GmbH ja tendentiell mehr Steuern fĂŒr Optionen (~30%). Privat ~26%

    Vorteile der GmbH schlagen wirklich durch, wenn man Kosten (wie z.B. das eigene GeschĂ€ftsfĂŒhrergehalt) vollstĂ€ndig gegenrechnen kann.

    • Dennis

      Mitglied
      7. November 2021 um 11:37

      Die Steuern in der Trading-GmbH in Österreich betragen max. 21% ab 2023. In Deutschland max. 30% (bzw. 15% in Kombi mit der Immobilienholding). Der große Unterschied zur privaten Variante ist nur, dass du bei der GmbH den Gewinn versteuerst und nicht die Einnahmen. Da du sehr viele Kosten ĂŒber die GmbH laufen lassen kannst, sinken deine Steuern erheblich und liegen weit unter den oben genannten Maximalwerten.

Melde dich an um zu antworten.